(K)Eine einfache Möglichkeit, deinen Körper von Kunststoff zu befreien

von | Nov 12, 2018 | Bewegung | 0 Kommentare

Hier im Süden von Spanien sehe ich soviel Plastik im Meer das es mir weh tut- ich könnte wirklich heulen- doch wie sieht es denn in unserem eigenen Körper aus?

 

Ein einfacher Weg, um deinen Körper von Kunststoff zu befreien

 

Die Welt ist voll mit Kunststoffen und ihren chemischen Bestandteilen. Sie sind im Wasser, im Boden und in der Luft. Sie sind sogar in dir. Wir nehmen sie auf, atmen sie ein und nehmen sie sogar durch Hautkontakt auf.

 

Zugegeben, wir pinkeln viele von ihnen raus und werden sogar viele von ihnen auf anderem Weg ausscheiden.

Eine kürzlich von Forschern der medizinischen Universität Wien durchgeführte Studie ergab, dass wir im Durchschnitt pro 10 Gramm Stuhl- 20 Kunststoffpartikel haben (1).

 

Wenn dies so bleibt, werden wir bald mehr Legomännchen als Menschen sein, und unsere Ausscheidungen werden farbenfrohe, gebrauchsfertige Briefbeschwerer und Türstopper sein, die tausend Jahre halten.

 

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Wenn wir nicht aufpassen können wir bald lustige Dinge aus unserem Stuhl formen

 

Östrogene

Das Problem ist, dass einige dieser Kunststoffe ernste gesundheitliche Folgen haben können. Tierstudien zeigen, dass in Plastik enthaltene Chemikalien die Reproduktionsorgane beeinflussen, indem sie Östrogen nachahmen. Sie schrumpfen die Hoden, führen dazu, dass Keimzellen eingehen und hormonelle Probleme einleiten. Einige Studien am Menschen haben auch die Feminisierung männlicher Nachkommen gezeigt.

Das klingt für mich sehr beunruhigend – vor allem ist ja kein Ende abzusehen.

 

Und obwohl die Forschung nicht schlüssig ist, ist es möglich, dass sie auch zu Brust-, Prostata- oder Hodenkrebs beitragen und möglicherweise die menschliche Gesundheit im Allgemeinen auf verschiedene Weise beeinflussen. Sie wirken sogar als Obesogene – Chemikalien (hier mehr dazu) ,mit denen du weiteres Fett einfach speichern wirst.

 

Es gibt eine relativ einfache Möglichkeit, den Körper von einigen dieser eingelagerten Chemikalien zu befreien.

 

Nein, bitte nicht auch noch in meiner Unterwäsche!

Eine der wichtigsten chemischen Komponenten von Kunststoff ist eine Gruppe von Chemikalien, die als Phthalate bekannt ist. Sie werden als Weichmacher verwendet, die Kunststoffen zugesetzt werden, um sie flexibler zu machen oder ihre Lebensdauer zu erhöhen.

 

Phthalate wurden erstmals in den 1920er Jahren entwickelt und werden seit dem in Farben, Duftstoffen, Nagellacken, medizinischen Geräten, PVC, Verpackungen für Lebensmittel und Getränke, Weichplastikspielzeug, Vinylbodenfliesen, Duschvorhängen, Kunstleder, Einkaufstüten und Pharmazeutika verwendet.

 

Sie sind sogar in unseren kurzen Hosen und Höschen. Wenn du eine Frau bist, dann sind diese Stoffe dir näher als du das möchtest.

 

Leider sind diese Phthalate für viele der schädlichen Wirkungen von Kunststoffen im Allgemeinen verantwortlich.

 

Um herauszufinden, ob und wie sich der Körper von Phthalaten befreit, rekrutierten Forscher der University of Alberta 20 Probanden (10 davon waren gesund und 10 hatten verschiedene Gesundheitsprobleme) und sammelten Blut, Urin und Schweiß von jeder von ihnen (2).

 

Alle Probanden hatten MEHP (Mono (2-ethylhexyl) phthalat) und DBP (Dibutylphthalat) in ihren Blut-, Schweiß- und Urinproben, obwohl die Konzentration im Schweiss doppelt so hoch war wie in den Urinproben.

 

Bei einigen Individuen zeigte sich eine andere Art von Phthalat, DEHP (Di (2-ethylhexyl) phthalat), im Schweiß, jedoch nicht im Serum (Blut). Dies war eine große Überraschung, da zuvor angenommen wurde, dass DEHP in verschiedene Metaboliten zerlegt und ausgeschieden wird. Es wurde angenommen, dass jede Toxizität durch wiederholte oder chronische Exposition verursacht wurde, aber die aktuelle Studie zeigte, dass der Körper Phthalate, zumindest DEHP, zurückhält und ansammelt.

 

Schweiß

WAS BEDEUDET DAS FÜR MICH?

Da so viel Phthalat im Schweiß gefunden wurde, stellten die Forscher folgende Theorie auf:

 

„… verschiedene persistente Schadstoffe können durch Techniken wie Saunatherapie, Dampfbadnutzung oder Bewegung in beheizten Räumen – ausgeschieden werden.“

 

Sie schlugen auch vor, dass Kalorienrestriktionsdiäten Phthalate vom Fettgewebe auf die Haut mobilisieren und dass Diäten synergistisch mit Schwitzen verwendet werden könnten, um die Phthalatausscheidung zu erleichtern.

 

Auf Deutsch: Abnehmen und Schwitzen!

 

Die Chancen stehen gut, wenn du das hier lesen solltest, trainierst du wahrscheinlich bereits, also schwitzt du vielleicht schon genug, um dich regelmäßig von Phthalaten zu befreien.

Hier ein kurzer Artikel über Motivation zum Training (https://aerohfit.com/motivation-fitness/)

In Anbetracht der Tatsache, dass einige von uns nur ins schwitzen geraten wenn einem die olle Bahn wieder vor der Nase wegfährt- solltest du noch öfter daran denken ins Schwitzen kommen.- Sei es auch nur wegen dem Plastik.

Und wie die Forscher vorschlugen, würden Saunen und Dampfbäder wahrscheinlich sehr gut funktionieren, um sich von angesammelten Phthalaten zu befreien, aber man müsste es eben ertragen, nackt mit einem Haufen anderer Menschen auf engstem Raum zu sein. 😉

 

Alternativ kannst du versuchen, sich vor Phthalaten zu schützen. Hier sind einige Dinge, die du tun kannst:

 

  • Kaufe keine Lebensmittel in Dosen
  • Sollte klar sein- nur zur Sicherheit noch mal: KEINE Pestizide im eigenen Garten.
  • Zieh deine Schuhe aus, wenn du zur Tür reinkommst, damit du keine Pestizide und andere Chemikalien ins Haus schleppst.
  • Vermeide Lufterfrischer, Weichspüler und Körperpflegeprodukte, die Phthalate enthalten. (alles was künstlich riecht und zu farbefroh ist)- nimm echte Aromaöle – diese sind als Raumduft im Diffuser, zum waschen und in der Körperpflege einsetzbar.
  • Kaufe kein Antihaft-Kochgeschirr. Nimm Gusseisen oder Edelstahl.
  • Iss kein Mikrowellen-Popcorn (das Futter ist verdächtig).
  • Bewahre keine Lebensmittel in Plastikbehältern auf. Verwende stattdessen Glas.
  • Iss keine Lebensmittel, die in Plastik verpackt sind.
  • Kaufe Bio-Lebensmittel
  • Kaufe keine mit Phthalaten hergestellten Spielzeuge. Achte auf Wörter wie Vinyl oder PVC und den Recycling-Code Nr. 3. Achte auf einen „plastischen“ Geruch.
  • Verwende natürliche Reinigungsprodukte für Zuhause. ( EM lebendige Mikroorganismen, Essigreiniger )
  • Detoxe regelmäßig um auch andere Giftstoffe in deinem Körper zu entfernen. ( Hier gehts zur unseren ganzheitlichen Darmrerinigung Teil 1, Teil 2)
  • Verliere dein Übergewicht, im Fett werden solche chemischen Stoffe gern festgehalten und als Reserve an die entsprechenden Stellen gelegt. ( Aerohfit Masterclass, Darmreinigung Teil 1+2, Happy Detox, Stoffwechselkur)

 

Wann hast du das Gefühl zu viel Plastik zu dir zu nehmen? Wo kann man noch mehr drauf achten und wie glaubst du werden wir es wieder los?

 

 

 

Plastikfrei, Umweltbewusst, nächste Generation, Weichmacher

Lass uns diese Welt für unsere Kinder sauber hinterlassen.

 

 

Quellen

Frei nach https://www.t-nation.com/living/tip-an-easy-way-to-rid-your-body-of-plastic

1) Philipp Schwabl, Forscher, Medizinische Universität Wien; Kenneth Spaeth, MD, Chef-, Arbeits- und Umweltmedizin, Northwell Health, Great Neck, NY; Arun Swaminath, MD, Direktor, Programm für entzündliche Darmerkrankungen, Lenox Hill Hospital, New York City, 22. Oktober 2018, Präsentation, United European Gastroenterology Annual Meeting, Wien; 17. Oktober 2018, National Geographic.

2) Stephen J. Genuis, 1, Sanjay Beesoon, 2 Rebecca A. Lobo, 3 und Detlef Birkholz 4, „Human-Eliminierung von Phthalatverbindungen: Blut, Urin und Schweißstudie (BUS)“, Scientific World Journal. 2012

 

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