Breath Work

oder von der Kunst richtig zu atmen.

 

Wer seinen Atem kontrolliert, kontrolliert sein Leben.

 

Unser Atem begleitet uns wie nichts anderes ein Leben lang. Nichts liegt also näher als sich damit mal auseinander zu setzen. 

 

Aber wie geht das und vor allem warum?

Das erfährst du in diesem Artikel.

 

Lust auf ein Spiel?

 

Stell dir vor, du liest diesen Text hier vor 10.ooo Jahren und es raschelt neben dir. DU suchst in deinem Gedächtnis nach dem Grund und was dieses Rascheln bedeuten könnte.

Ein dumpfes Geräusch und vor dir steht ein Homotherium* 

– du erschrickst und atmest völlig automatisch ein- das passiert ohne das du die Kontrolle darüber hast, denn dir (deinem Körper) ist klar: KÄMPFEN oder LAUFEN.

 

(*Säbelzahntiger)

 

Das bedeutet in allen Situationen in denen wir Stress fühlen, atmen wir kürzer und wir atmen vor allem im Brustbereich ein.

 

Diese Art zu atmen sorgt für ein Ungleichgewicht von Sauerstoff und Kohlenstoffdioxid im Körper und die Wahrscheinlichkeit von Panikattacken oder chronischem Stress werden sogar begünstigt. Das hat der Körper wirklich wundervoll eingerichtet denn mit dem extra an Sauerstoff schiessen auch Stresshormone und alles mögliche ins Blut- um unser Überleben zu sichern. 

 

Das das aber in der heutigen Zeit gar nicht mehr nötig ist, versteht unser Körper leider nicht. Und dadurch nutzt dein Körper die Atmung auch, um Stress zu kreieren.

 

Was du aktiv tun kannst

 

Das erste, was es zu beachten gilt, ist die Atmung zu verlangsamen, zu vertiefen und dadurch in den Bauch zu lenken. Vielen ist diese Praxis zumindest theoretisch bekannt. Die Belastung durch unsere Umgebung nimmt ab und mit dem Fokus auf den Atem senden wir ein Signal nach innen, zu uns selbst. Langes ausatmen hilft und reguliert die Stresssymptome sehr einfach runter. 

Das hilft übrigens auch bei Schmerzen.

 

Aber wie setzt man dies in der Praxis um? 

 

Nachdem du deine Augen geschlossen hast, zähle innerlich bis 5 und atme tief durch die Nase ein – halte den Atemzug für weitere fünf Sekunden ohne Anspannung im Körper – um den Atemzug kontrolliert innerhalb von 5 Sekunden aus dem Körper entweichen zu lassen. Also 5 Sekunden ein, 5 Sekunden halten, 5 Sekunden alles ausatmen. 

Wiederhole diesen Atemzyklus 3 x und gib dir anschließend einen Moment, um nach zu fühlen, wie es dir geht. 

Lächle einen Augenblick, um die Muskulatur in deinem Gesicht zu fühlen.

Entspannung!

 

Ist das jetzt schon Breath Work?

 

Per Definition schon, allerdings werden wir in einer Breath Work Session weiter gehen, für mehr Sauerstoff und mehr Entspannung sorgen. 

 

DEFINITION VON BREATHWORK

Breathwork ist ein Begriff, der eine Reihe von Atemübungen bzw. -techniken umfasst in denen die Atemfrequenz und -tiefe manipuliert wird und so die körperliche, geistige und spirituelle Gesundheit verbessern sollen. 

 

Es wird im Yoga, Tai Chi, Qigong und sogar in der Psychotherapie eingesetzt, um Heilung, Gesundheit und Selbstbewusstsein zu fördern. 

 

Die meisten Übungen umfassen 20 Minuten bis eine Stunde. Menschen, die mit Breath Work arbeiten, beschreiben ein Kribbeln im ganzen Körper, Gefühle der Klarheit, eine verstärkte Verbindung zwischen Geist und Körper und sogar emotionale Reinigung.

 

Die Erklärung für die psychedelischen Effekte samt Offenbarung und Einsichten ist ebenfalls durch die hohe Sauerstoffzufuhr im Blut und der damit verbundenen pH-Wert Veränderung zu erklären. Der Körper wird ausgetrickst und gelangt so zeitweise in einem unnatürlichen Zustand. 

 

Nehmen wir als Beispiel eine Atemtechnik mit der ich persönlich sehr vertraut bin

Wim Hof Breathwork

Wim Hof Breathwork wurde erst in jüngerer Zeit von Wim Hof entwickelt. Die Methode hat in den letzten Jahren deutlich an popularität gewonnen. 

Wie funktioniert Wim Hof Breathwork

Breathwork nach Wim Hof besteht aus 20-30 Zyklen kontinuierlicher Atmung ohne Pausen zwischen Ein- und Ausatmen. Die Ausatmung sollte entspannt sein. Die Luft wird nicht rausgepresst. Ziel ist mehr Sauerstoff einzuatmen, als auszuatmen. ​

 

Nach dem letzten Atemzug (Ausatmen) wird die Luft so lange wie möglich angehalten. Es ist dabei keine Luft mehr in der Lunge. Dem Drang zu atmen sollte man so lange wie möglich widerstehen. Wenn nicht mehr möglich dann atmet man nochmal kräftig ein und hält die Luft nochmals für 15-30 Sekunden. 

Diesen Vorgang wiederholt man 2-3 mal. 

Die Wissenschaft hinter Wim Hof Breathwork

Die 20-30 Zyklen kontinuierliche Atmung erhöhen den Sauerstoffanteil im Blutkreislauf, was den Blut-pH-Wert alkalischer macht. Man atmet mehr CO2 aus als normal, was bedeutet, dass man seinen Atem viel länger als normal anhalten kann. 

 

Beim Atem anhalten bei leerer Lunge sinkt der Sauerstoffgehalt im Blut. Sobald eine kritische Schwelle unterschritten wird, führt dies zu einer kurzen Zeit der Hypoxie. 

 

Das Gehirn reagiert, indem es dem Körper signalisiert, dass er sich auf das Überleben in einer Umgebung mit niedrigem Sauerstoff vorbereiten muss. 

 

Dazu leitet es eine positive Stressreaktion ein. Es wird eine Reihe von Hormonen freigesetzt, insbesondere Adrenalin, Dopamin und Noradrenalin. 

Blutgefäße erweitern sich, besonders in den Bereichen von Gehirn und Herz. Hier wird der meiste Sauerstoff benötigt.

 

Dadurch entstehen noch mehr Wohlfühlhormone und eine Spülwirkung bei der frisches Blut an alle Organe abgegeben wird. Das Nettoergebnis dieser Methode ist z.B. eine höhere Belastbarkeit und Stressresistenz.

 

Kann man das gemeinsam machen?

 

Ja kann man, je nachdem wie intensiv du atmest und welche Ziele du damit verfolgst macht es sogar Sinn sich zu treffen um zu atmen.

 

Wir bieten das auch online als geführten Kurs an.

Komm gern in unsere Telegram Gruppe, dort bekommst du alle Informationen. 

 

 

Wer seinen Atem kontrolliert, kontrolliert sein Leben.

Ich freue mich auf dich!

 

Studie zur Breath Work