Wenn du über 40 Jahre alt bist, dann bist du wahrscheinlich besser auf einen gesunden Lebensstil eingestellt als vor 20 Jahren.

Deine Mahlzeiten sind reich an Obst, Gemüse und Eiweiß denn diese geben dir die Nährstoffe die du täglich brauchst.

Es ist jedoch möglich, dass durch deine Essgewohnheiten, die schlechte Bodenqualität, positiver sowie negativer Stress, Arbeits- und Lebensgewohnheiten, Schichtdienste, kaum Pausen, von früh bis spät auf den Beinen, Zeitdruck, Sport, Umzug ( Lebensveränderungen sich das Risiko von Mängeln erhöht ). Dein Körper braucht einfach mehr.

Anzeichen können sein: Heißhunger, Überreiztheit, Allergien, gehäufte Infekte, Übermüdung, Haarausfall, Schmerzen.
Das liegt daran, dass dieser Hunger auf bestimmte Nährstoffdefizite zurückzuführen ist.

Ich selbst habe Mangelerscheinungen am eigenen Leib erfahren, obwohl ich mich bis zu 80% vitalstoffreich ernähre.  Da Vitalstoffe immer wichtiger in unseren schnellebigen Zeit werden, habe ich mich entschieden , meinen ersten Artikel diesen Kraftstoffen unseres Körper zu widmen.

In meinen Beratungen erlebe ich, dass es Menschen gibt, die rein vegan in ihrer Kraft kommen und wiederum Andere , die eine Mischkost für sich als goldenen Weg empfinden und spüren.

5 Nährstoffe können ab dem 40. Lebensjahr signifikant niedriger werden.

Erkenne früh die Symptome, um einen Mangel zu vermeiden.

# 1. Vitamin-D

Das grösste Problem vom Vitamin D3 ist, dass sich heute immer mehr Menschen kaum noch im Freien aufhalten und wenn, dann wird die Haut mit Sonnencremes „geschützt“, so dass die wichtigen UVB-Strahlen gar nicht mehr auf die Haut gelangen können.

Hinzu kommt das allgegenwärtige Kunstlicht, dem viele Menschen den ganzen Tag über ausgesetzt sind. Dieses Licht kann die Vitamin D3-Produktion im Körper jedoch nicht anregen. 

Der Vitamin-D-Mangel zeigt sich nicht anhand einem bestimmten Verlangen nach Essen. 

Die verräterische Zeichen sind: Stoffwechselstörungen, Trägheit, nebliges Gehirn, Muskelschmerzen und Schmerzen im Kiefer oder in den Knien. 

Den Vitamin D Mangel ist manigfaltig: Grippe, Asthma, Bluthochdruck, entz.Darmerkrankungen,  Diabetis Typ2, Karies, Rheumatische Arthritis, Neurodermitis, Haarausfall (Frauen) und Krebs.

Was hilft?

Der beste Weg: jeden Tag bis zu 30 min direktes Sonnenlicht Exposition (auf nackter Haut). Am besten den gesamten Körper.

Vitamin D-Nahrungsquellen:
Diese können durch öligen Fisch wie Wildlachs, Makrele, Sardinen sowie Pilzen und das Eigelb von einem artgerecht gehaltenen Huhn zugeführt werden.  

Ernährst du dich vorrangig vegan, suplementiere gegebenenfalls Vitamin D3 mit K.
 

Willst du auf Nummer Sicher gehen und brauchst einen Test? Lass durch eine Blutprobe deinen Vitamin D3 Wert bei deinem Hausarzt bestimmen. Seit Neustem gibt es ein online Labor, dass alle Unterlagen nach Hause sendet.

# 2. Magnesium 

Heißhungerattacken  auf Schokolade können auf  deinen zu niedrigen Magnesiumgehalt hinweisen. Das ist ein Klassiker.
 

Magnesium ist der wichtigste Nährstoff in deinem Körper. Du benötigst Magnesium zur Energiefreisetzung, Blutzucker-Management, Verdauung, Stressbewältigung und vieles mehr.  

Ein Mangel an Magnesium kann zu:

  • Angstzuständen, Depressionen und Migräne führen bzw. diese verstärken
  • kann bei Übergewicht eine Gewichtsabnahme verhindern
  • sorgt  für Hyperaktivität, Schlaflosigkeit, ein taubes Gefühl oder Kribbeln in den Gliedmaßen und für nervöses Lidzucken
  • Osteoporose führen
  • Diabetes begünstigen
  • führt zu kariösen Zähnen
  • zum prämenstruellen Syndrom, zu Unfruchtbarkeit, Impotenz, Bluthochdruck und zu Herzrhythmusstörungen führen
  • die berühmten Muskelkrämpfe in der Nacht
Wusstest du, dass sich nach der Optimierung des Magnesiumspiegels die Symptome von Fibromyalgie und dem chronischen Müdigkeitssyndrom (CFS), ganz signifikant verbessern können?
 

Ein Calciumüberschuss kann bei älteren Menschen die Verkalkung der Blutgefäße und Steifheit der Gelenke fördern, während Magnesium gerade das Gegenteil bewirkt.

Was hilft?

Chlorophyll in Form von Wildkräutern wir z.B. die Brennnessel, Kürbiskerne, Roh-Kakao, Hülsenfrüchte, Amaranth, Quinoa, Meeresalgen, Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne, Sesamsaat, Bananen, Nüsse und Mandeln sind ebenfalls reich an Magnesium.

Die Hauptquelle für Magnesium ist in der heutigen Lebensweise das Getreide. Magnesium befindet sich hauptsächlich im Keim des Korns. Heutzutage wird Getreide bevorzugt in Form von Auszugsmehlen verzehrt und hat daher im Vergleich zu den oben genannten Lebensmitteln deutlich weniger Magnesium.

Weissmehlprodukte sind verständlicherweise magnesiumarm. Dazu kommt die moderne Landwirtschaft, die aufgrund des Einsatzes von synthetischen Düngemitteln ebenfalls zu einer Minderung des Magnesiumgehaltes unserer Getreide und Gemüse führt.
In den letzten 100 Jahren sollen die Methoden der industriellen Landwirtschaft zu bis zu 75 Prozent Magnesiumeinbusen geführt haben.

Wie viel brauche ich?

Die minimale empfohlene Tagesmenge für Magnesium liegt bei 400 Milligramm bei Frauen. In stressigen Zeiten 1000mg.
Die orale Einnahme von Magnesiumpräparaten wird in mehreren kleinen Dosen besser resorbiert als in einer einzigen grossen Tagesdosis.
 

Es wäre also nicht optimal, wenn du mit einer Portion von 400mg  oder mehr deinen gesamten Tagesbedarf an Magnesium decken möchtest. In diesem Fall würde dein Organismus nur etwa 50 Prozent des Magnesiums aufnehmen den Rest ausscheiden.
 
Nimm mehrmals täglich weniger als 200 Milligramm Magnesium ein, dann wird Ihr Organismus davon jeweils 75 Prozent verwerten können – natürlich nur, wenn es sich um ein hochwertiges Magnesium handelt. Ebenfalls hat sich die Aufnahme von Magnesium über die Haut bewährt (transdermal) in Form von Magnesiumöl zB. in Fussbädern oder nach dem Duschen in einer kleinen Sprühflasche.
 

#3. Omega-3-Fett  

Wenn du eine normale Standard Ernährung befolgst, steht dir ein Omega-3-Mangel unmittelbar bevor.

Wir nehmen signifikant zuviel Omega-6-Fett ( Sonnenblumenöl, konventionelles Fleisch, Milchprodukte, Getreide) und zu wenig Omega-3 in uns auf somit haben wir ein höheres Risiko für Krankheiten, da die Entzündungswerte steigen. 
 

Wozu werden Omega-3-Fettsäuren benötigt?

  • für die Produktion von Hormonen
  • für die Eiweisssynthese
  • für den Zellstoffwechsel
  • für die Versorgung der Gelenke mit Schmierstoff
  • für die Vermeidung von Entzündungen (Colitis Ulcerosa, Parodontiis, Arthritis uvm.)
  • für die Feuchtigkeit und Spannkraft von Haut und Haaren
  • für die Bildung der körpereigenen Abwehrzellen
  • für den Schutz vor Infektionskrankheiten
Trockene, schuppige Haut, „Hühnerhaut“ auf den Handrücken, trockenes Haar, weiche, brüchige Nägel sind typische Anzeichen.  Menstruationsbeschwerden, Demenz, ADHS, schlechte Konzentration und Müdigkeit sind ebenfalls häufige Mangelzeichen.

Was hilft?

Tiefseefisch z.B. gefangener Lachs, Sardinen, Krill-Öl, Leinsamen, Hanf ebenso Walnüsse sind  reiche Quellen an Omega 3. Andere gute Quellen sind mit Gras gefüttertes Fleisch und artgerechte Freiland-Bio-Eier.

In pflanzlichen Omega-3-Fettsäuren-Quellen wie etwa dem frischen Leinöl, Walnussöl oder Hanföl sind gute Vertreter der Omega-3-Fettsäuren, sie enthalten kurzkettige Alpha-Linolensäure (ALA).
 
Diese muss der Körper jedoch erst in die langkettigen Omega-3-Fettsäuren Namens Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) umwandeln, um in den Genuss der meisten beschriebenen Wirkungen zu gelangen. EPA und DHA sind also die für den menschlichen Organismus in biologisch aktiven Formen der Omega-3-Fettsäuren essentiell.
 
Wie gut der Organismus die ALA in EPA und DHA umwandeln kann, ist individuell sehr verschieden. In manchen Fällen liegt die Syntheserate unter den benötigten Mengen. Noch ist nicht 100% geklärt, ob aus dem veganen Omega 3 Quellen ( Algen) in DHA (wichtig für das Gehirn und die Nerven) umgewandelt werden kann.

Zusatz:

Eine wissenschaftliche Studie an mehr als 350 Menschen, von denen fast die Hälfte Schlafprobleme hatte, ergab, dass ein höherer Gehalt an Omega-3-Fettsäuren im Blut dafür sorgte, dass diese besser schlafen konnten.

# 4. Ballaststoffe

Ballaststoffe aus Obst, Gemüse, Nüssen und Samen senken das Risiko vieler Krankheiten.
Die meisten Europäer konsumieren weniger als die Hälfte der empfohlenen Menge.
Mangelerscheinungen sind in Form von Verstopfung, trockenem, hartem Stuhl, unregelmäßigem Stuhlgang zu beobachten.
Weitere Anzeichen sind schwankender Blutzuckerspiegel und Gewichtszunahme. Probleme wie Reizdarmsyndrom und Hämorrhoiden sind auch auf eine geringe Ballaststoffaufnahme zurückzuführen.
 

Was hilft?

Füge dir eine Vielzahl von Früchten, Gemüse, Hülsenfrüchten, Nüssen und Samen hinzu. Ebenso sind Leinsamen ( frisch geschrotet) und Flohsamenschalen mit Heilerde gesunde Darmbürsten.

# 5. Cholin

Cholin gehört zu der Gruppe der biogenen Amine ( Aminosäuren- Eiweiss) und ist wichtig für den Stoffwechsel von Aminosäuren. Als Nährstoff hat es eine ausgeprägte positive Wirkung auf die Gehirn- & Nervenzellen also ist Cholin wichtig für die Gedächtnisleistung sowie die Leber- und Muskelfunktion. Es dringt direkt in die Gehirnzellen ein und bildet einen chemischen Stoff, der das Gedächtnis fördert.
Wer unter massivem Stress steht oder sich in einer Schwangerschaft befindet, hat einen besonders hohen Bedarf an Cholin, um Gehirn, Muskeln, Fötus und Nerven leistungsfähig und gesund zu halten.

Warnzeichen für Cholinmangel können sein:

– Vergesslichkeit
– Gereiztheit
– DNA Schäden
– Fettleber (nicht alkoholischen Ursprungs)
– Schlafstörungen
– Kopfschmerzen- zu hohe Homocysteinwerte (verursachen Herz- u.Gefässerkrankungen und in der Schwangerschaft können diese zu Neuronalrohrdefekten, zu Frühgeburten, Schwangerschaft mit zu geringem Geburtsgewicht oder Schwangerschaftsintoxikation führen).  

Was hilft?

Wichtig ist eine tägliche Aufnahme von mind. 425mg bis 550mg, bisher sind das nur Richtwerte von gesunden Menschen. In bestimmten Lebenssituationen, wie in der Schwangerschaft und unter Stress, hat der Körper einen absoluten Mehrbedarf.

Obwohl dein Körper kleine Mengen Cholin produzieren kann, brauchst du es aus biologischen Quellen. Bsp. Rosenkohl, Brokkoli, getrocknete Sojabohnen ( 116mg je 100g), Spinat, Tofu, Amaranth, Kidney-Bohnen und ungekochter gekeimter Quinoa, Weizenkeime (152mg je 100g), Ei ( 251mg je 100g) sowie Eigelb (650mg je 100g) aus der artgerechten und naturnahen Tierhaltung, weidegefüttertes Rindfleisch, Wildfanglachs, Tierleber (Rinderleber 418mg je 100g) und Rohmilch sind die besten natürlichen Cholinquellen.  
 

Abschluss

Die 5 oben genannten Mängel kommen am häufigsten vor. Merke dir, dass andere Nährstoffe ebenfalls wichtig sind, wie Vitamin C, OPC, Kalzium, Vitamin B6 und B12 usw.. 
Es hängt von deiner Ernährung und deinen Lebensgewohnheiten ab.  
 
Auch diese Mängel können jedem auffallen und sind nicht nur für das Alter von über 40 Jahren spezifisch. Es ist nur so, dass, sobald du die Vierziger erreichst, diese Nährstofflücken ausgeprägter sind und sich schonungsloser zeigen als noch mit Mitte 30.
 
Achte darauf frische, unverarbeitete Lebensmittel aus pflanzlichen Quellen zu essen.
 
Wer sich nicht vegan ernährt, sollte unbedingt schauen woher das Fleisch kommt und ob es artgerecht gezüchtet und zerlegt wurde, Ausschließlich dieses Fleisch besitzt noch die Nährstoffe, die unser Organismus kennt und braucht. Tiere in Massentierhaltungen bekommen Hybridfutter, Kraftfutter und werden mit Medikamenten und Antibiotika vollgepumpt- das alles isst du am Ende mit.
 
Sei achtsam und bewusst mit dir und dem, was du isst.

Gesundheit und Glück,  Diana

P.S. Ich freue mich über deine Kommentare. Hast du eines der beschriebenen Symptome bemerkt? Wenn du mehr dazu wissen willst, kontaktiere mich dazu.